Die Sensorreinigung

Ein immer erneut brennendes Thema betrifft die Reinigung der Kamera. Hier natürlich insbesondere die des Sensors von digitalen Spiegelreflexkameras. Lange Zeit war dies für mich kein Problem, ja bis ....

Nun hatte ich es auch, mein Problem!

,Sensordreck auf einem Foto

Sensordreck auf einem Foto

Zur Lösung meines Problems begab mich auf die Suche und nutzte dafür das Internet. Die Ergebnisse waren zum Teil schon recht abenteuerlich. Vor Erstellung des Beitrages versuchte ich, meine eigenen Erfahrungen mit dieser Internetrecherche nochmals abzugleichen. Nun hoffe ich, allgemeingültige Meinungen zusammengetragen zu haben. Wenn einige Anregungen dazu dienen, keinen Schaden zu verursachen, wäre es schön.

Die Alternative zum selber Reinigen wäre der Service, welcher für viele Fotografen auch einen längeren Verzicht auf die Kamera bedeuten würde. Im Internet findet man auf der Suche nach Lösungsansätzen auch noch Berichte, wo die Kamera nach dem Service verschmutzter als vorher war. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen. Es gibt aber auch Situationen, wo mir dieser Service vielleicht nicht zur Verfügung steht (Urlaubsreisen etc.). Zumindest hierfür könnte/sollte man und wollte ich gerüstet sein. Was wäre ein toller Urlaub ohne Fotos?

Bitte verstehen Sie meinen Beitrag als meinen Erfahrungsbericht und nicht zwangsläufig als eine absolute Handlungsanleitung. Normaler Dreck ist aus meiner Sicht erst dann interessant, wenn er sichtbar die Fotos beeinträchtigt. Sensoren reinigen ist eine Sache für sich. Sie verlangt uns großen Respekt ab. Wenn man sich im klaren darüber ist, was man macht, ist sie aber auch nicht gefährlich. Im eigentlichen Sinne befindet sich der Schmutz nicht auf dem Sensor selbst, sondern auf einer Glasplatte (IR-Beschichtung), die den darunter liegenden Sensor schützt. Somit kann man "nur" die Glasplatte verkratzen, was aber genauso schlimm wäre und meist das "Aus" für die Kamera bedeutet.

Entscheiden Sie aber selbst, welche Metohe Sie bevorzugen und für richtig halten.

Staubvermeidung

Das Grundanliegen sollte natürlich im Handling darin bestehen, Staubansammlung zu vermeiden. Zur Staubminimierung halte ich die Kamera beim Objektivwechsel immer mit dem Bajonettverschluss nach unten. Mit etwas Übung schafft man es, das Objektiv ungesehen anzusetzen. So können Staub, Haare, Schuppen etc. i.d.R. nicht in den Body fallen. Vor dem Ansetzen des Objektivs begutachte ich dessen Rückseite und entferne mögliche anhaftende Schmutzpartikel. Gegebenenfalls puste ich dieses einmal kurz ab, auch wenn es nicht die elegante Lösung ist. Wer penibler sein mag, kann dies natürlich sein. Als ein bewährtes Mittel gegen Staub, Regen, Kondenswasser etc. führe ich in der Fototasche bzw. der Hosentasche immer eine Plastiktüte mit. Gerade am Strand, in der Wüste ... möchte ich darauf nicht verzichten.

Warum ist er da und wie stelle ich ihn fest?

Recht dumme Frage, oder? Nun in unserer Umgebungsluft befindet sich mehr als genug Staub, Pollen etc. welcher logischerweise auch nicht vor dem Innenleben unserer Kameras halt macht. Selbst wenn wir das Objektiv nicht wechseln würden, stehen wir früher oder später vor dem Staub- Problem. Selbst beim Objektivwechsel entsteht Abrieb, der sich später auf dem Sensor niederschlagen kann. Um diesen Abrieb zu vermeiden, sollte man bei der Anschaffung eines Objektivs auf ein Metallbajonett achten. Den eigentlichen Abrieb erkennt ihr am Bajonett eurer Kamera recht eindeutig. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auf den Bildern unserer DSLR bei schönem blauen Himmel einen hässlichen Fleck finden können. Dieser sollte dann aber auf den Fotos sein. Ansonsten finden wir unseren Übeltäter beim Blick durch den Sucher eher in ihm selbst, auf der Mattscheibe oder dem Spiegel.
Um eine anderweitige Ursache auszuschließen, kontrolliere ich das Objektiv und aufgesetzte Filter auf Verunreinigungen und führe mit einem anderen Objektiv Vergleichsaufnahmen durch. Ist auch hier der Fleck, ist die Ursache recht eindeutig. Dreck auf dem Spiegel oder der Mattscheibe hätte die Aufnahme nicht beeinträchtigt.

Sensorschmutz

Ich fertige nun ein Foto mit weitestgehend geschlossener Blende von einer einheitlichen möglichst hellen Fläche an. Dies kann der Himmel oder ein weißes Blatt Papier sein. Wenn man dabei leicht überbelichtet, eine geringe ISO- Einstellung wählt und die Kamera leicht bewegt, kann man sicher gehen, dass es sich bei den zu sehenden scharfen Bestandteilen um Schmutz handelt. Wer bei Makroaufnahmen auf eine größre Tiefenschärfe angewiesen ist, wird diesen Schmutz mit Sicherheit eher feststellen können, als bei „Normalaufnahmen“ mit einer Blende bis 11. Immer wieder geschieht es dass jemand panisch reagiert und dabei seinen Sensor durch falsche Reinigungspraktiken verkratzt.









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